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Content Marketing mit eigener Bilderwelt

Im Marketing geht nichts ohne Fotos. Egal ob Webseite, Geschäftsbericht, Broschüren oder Pressemeldungen. Texte mit Bildern haben eine viel größere Wirkung. Auf Stockfotos zurückzugreifen ist nicht unbedingt die beste Lösung, denn dann ist Ihre Bilderwelt möglicherweise mit denen Ihrer Wettbewerber austauschbar. Gestalten Sie Ihre eigene Bilderwelt und unterstreichen Sie damit Ihre Unternehmensphilosophie.

Content beschränkt sich nicht nur auf Themen und Text, auch durch Bilder lässt er sich transportieren. Setzen Sie Themen kreativ in Bildern um und legen Sie sich unbedingt ein breites Portfolio an Bildmotiven zu, auf die Sie für Ihr Content Marketing zurückgreifen können. Am besten ohne Nutzung von Stockfotos.

 

Emotionale Bilder unterstreichen die Unternehmensphilosophie

Bedienen Sie sich nur an Bildern, die Ihr Selbstverständnis unterstreichen. Je nachdem, wie Sie sich als Unternehmen, Marke oder Dienstleister positionieren, müssen Sie auch eine entsprechende Bilderwelt kreieren, die Sie nicht nur beschreibt, sondern möglichst auch Emotionen im Betrachter auslöst.

Beschreiben Sie mit Ihren eigenen Worten, wofür Ihr Unternehmen steht:

  1. Welcher Service macht Sie aus? Seniorenbegleitung, Präventionskurse, Hundetraining, Unternehmensberatung
  2. Welche Arbeitsabläufe gibt es bei Ihnen? Bürotätigkeiten, Produktion, Logistik, Lieferservice, Beratung, Gruppenmeetings, Vorträge
  3. Welche Handlungen/Gesten sind typisch für Ihr Unternehmen? Umarmungen, körperliche Nähe, Reden vor Publikum, Menschen begleiten/ führen/ anfeuern
  4. Wer steht im Mittelpunkt Ihres Handelns? Produkt, Kunde, Mitarbeiter, Service
  5. Was sollen Ihre Produkte/Ihr Service beim Kunden auslösen? Geborgenheit, Wohlbefinden, Zuversicht, Lust auf Bewegung
  6. Was ist Ihr Selbstverständnis/sind Ihre Botschaften? z.B. Hand in Hand mit dem Kunden/Luxus auf der Haut/Liebe zum Detail
  7. Mit welchen Eigenschaften möchten Sie Ihre Produkte/Services belegen? edel, dynamisch, nützlich, kostensparend, energiesparend, nachhaltig

Wenn Sie diese Fragen detailliert beantwortet haben, haben Sie bereits einen emotionalisierten Setzkasten für Ihre Bilderwelt. Dieser gibt Ihnen vor, welche Themen auf jeden Fall von Ihnen umgesetzt werden sollten.

 

Bilderwelt im Einsatz der Kommunikationskanäle

Stellen Sie zuerst eine Liste aller Kommunikationskanäle und Marketingmaterialien zusammen, um zu erfassen, wofür Sie Fotos benötigen. Überlegen Sie nun – am besten in einem Brainstorming mit Kollegen, Partnern und durchaus auch Kunden – wie Sie Ihre jeweiligen Themen in Bilder umsetzen können. Hilfreich ist dabei die Kreativitätstechnik der Osborn-Methode.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  1. Assoziieren: Was ist ähnlich (in Material, Größe, Aufstellung)? Was gehört zu meinem Thema? Welche Assoziationen zu den Hauptbegriffen meines Themas bieten mir andere Bereiche (Natur, Kunst, Gesellschaft, Architektur)?
  2. Vergrößern: Wie kann ich das Bildmotiv vergrößern? (In dem ich z.B. einen Kreislauf darstelle, in dem Ihr Unternehmen oder Ihr Produkt eingebunden ist.)
  3. Verkleinern: Reicht es, nur einen Teilaspekt/ein Einzelteil darzustellen? (Versuchen Sie Produkte, Gegenstände, Ihr Firmengebäude etc. aus nächster Nähe zu fotografieren, so dass es schon abstrakt wirkt.)
  4. Anpassen: Gibt es Gestaltungselemente, die meinem Motiv ähneln? Gibt es Farben, die mein Thema unterstreichen? Benötige ich kalte Farben (Präzisionswerkzeuge) oder warme (zeigt Zwischenmenschlichkeit bei Seniorenbegleitung, Bestattungswesen, Bildungsbereich)?

Mit diesen Osborn-Ansätzen sollten Sie brainstormen, wie Sie Ihre Bildthemen gestalten können: Kann ich mein Thema mit einem realistischen Foto darstellen oder beschreibt eine Zeichnung mein Thema besser? Benötige ich Kunden als Darsteller oder reicht es, allein auf Mitarbeiter zurückzugreifen (Menschen in Aktion/bei einer Tätigkeit)? Lasse ich das Produkt sprechen (z.B. nur als Ausschnitt)?

Zum Schluss setzen Sie Ihre Fotowelt in eine Tabelle mit Kommunikationskanal (z.B. Geschäftsbericht), Thema (z.B. Editorial), Bildmaterial (z.B. Geschäftsführer), Umsetzung (z.B. Porträt) und Aufnahmedatum. Die Tabelle können Sie bei neuen Kommunikationskanälen und Themen einfach erweitern. Anhand des Aufnahmedatums ersehen Sie, wann die Fotos entstanden sind und wann es Sinn macht, sie zu überdenken.

Stockfoto-Seiten wie gettyimages, shutterstock oder fotolia bringen Sie zusätzlich auf Bildideen: Geben Sie z.B. Begriffe wie Gesundheit, Liebe, Technik ein und schauen Sie, welche Bildvorschläge Ihnen die Fotoagenturen geben. Versuchen Sie ähnliches Bildmaterial zu erstellen – sei es als Foto oder Grafik.

Eigen Fotos sind für Ihr Content Marketing Goldwert. Sie sollten in Gestaltung und Thema immer Ihre Unternehmenspositionierung unterstreichen. Nur so können Sie sich in der Kommunikation vom Wettbewerb abheben.

 

Beitragsbild: Michal Kulesza/stocksnap.io
Annabelle Meinhold

Annabelle Meinhold ist Inhaberin der PR- & Text-Agentur Wörterladen, die Consumer-Marken und mittelständische Unternehmen im Bereich PR, Online Marketing & Social Media berät. Sie ist freie Autorin beim Ratgebermagazin PRPraxis und arbeitet als Texterin für diverse Full-Service-Agenturen. Als Gastautorin für den TrafficGenerator Blog liefert sie inspirierende Beiträge und wertvolle Tipps aus der Praxis.

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